Mittwoch, Juli 28

Natur & Berge

Wissenschaft braucht Literatur – Die ULB in Zahlen
Gesellschaft & Recht, Natur & Berge

Wissenschaft braucht Literatur – Die ULB in Zahlen

von Eva Hupfer und Marina SchmidtLesezeit ca. 3-4 Minuten Ohne entsprechende Literatur gäbe es kein vernetztes Forschen, umso wichtiger ist also die Rolle, die die Universitäts- und Landesbibliothek, kurz ULB, für den Universitätsbetrieb spielt. Wir haben uns mit Monika Schneider-Jakob unterhalten, die uns einige äußerst interessante Zahlen und Daten zur ULB mitgeteilt hat. 1745 Maria Theresia gründete die ULB im Jahr 1745 als Bibliotheca publica Oenipontana (Königliche Öffentliche Bibliothek, Landesfürstliche Bibliothek) oder nach der Gründerin – Bibliotheca publica Theresiana. Zum Gründungszeitpunkt bestand die Sammlung aus 12.262 Bänden, die zum Teil aus Wien, zum Teil vom Schloss Ambras kamen. Mehr zur Geschichte der ULB findet ihr hier. In den ...
Anthropogener Einfluss auf Gletscher und Polarregionen
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Anthropogener Einfluss auf Gletscher und Polarregionen

von Ramona ReichertLesedauer: ca. 7 min Im Frühjahr fängt die Schneedecke in den Bergen an zu schmelzen. Ab jetzt heißt es wieder: Wanderschuhe statt Schistiefel. Oder etwa nicht? Wer auch im Sommer die Schier oder das Snowboard nicht stehen lassen möchte, kann auf Gletschern seinem liebsten Hobby nachgehen. Doch was befindet sich eigentlich auf und unter der Oberfläche? Gibt es dort Leben? Wie sieht es aus? Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf den eisigen Lebensraum – die Kryosphäre? Und welche anderen anthropogenen Einflüsse wirken auf sie?Fragen, mit welchen sich Frau Dr. Birgit Sattler vom Institut der Ökologie seit mehr als 25 Jahren befasst.Als Pionierin auf ihrem Gebiet hat sie für ihre Forschungen bereits 19-mal die Polarregionen unseres Planeten bereist. Die Erkenntn...
Es liegt was in der Luft
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Es liegt was in der Luft

von Simon SchöpfLesedauer: ca. 6 min. Sommer 2020, es ist perfektes Wetter und du beschließt eine Wanderung in den Tiroler Bergen anzugehen. Raus aus dem Talkessel, den Smog hinter sich lassen. Rauf in die Höhe, wo die Welt noch in Ordnung und die Luft sauber und rein ist! Meist sind auch Hummeln, Ameisen und Käfer ständige Begleiter beim Wandern. Eine romantische Vorstellung, nicht wahr? Doch wie so viele romantisierte Darstellungen ist auch dies ein trügerisches Bild. Insektensterben Wir haben uns mit Veronika Hierlmeier vom Institut für Ökologie der Uni Innsbruck getroffen und sie über ihr INTERREG-Forschungsprojekt „protectAlps“ interviewt. In diesem geht es um die Untersuchung von chemischen Stressoren auf Insekten im Alpenraum. Der Hintergrund für das Projekt ist der allgem...
Den Sternen ganz nah
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Den Sternen ganz nah

von Sarah Huemer | Die Astrophysikerin Konstanze Zwintz widmet sich der Erforschung junger Sterne und deren Aufbau, um herauszufinden, was Sterne und nicht zuletzt das Universum im Innersten zusammenhält. 100 Millionen Jahre – was für uns Menschen eine fast unvorstellbare Ewigkeit darstellt, ist für so manchen Stern gerade mal das Ende seines „Teenageralters“. Während die Erde noch ein unbewohnbarer Planet war und später erst langsam die ersten Lebewesen entstanden, leuchteten manche Sterne bereits seit Millionen von Jahren – und tun es zum Teil heute noch immer. Was sich im Inneren der Sterne befindet und wie sich das Universum kontinuierlich entwickelt, beschäftigt viele, so auch die Astrophysikerin Konstanze Zwintz von der Universität Innsbruck.  Die großen (philosophischen) ...
Dendrochronologie – auf’s Jahr genau!
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Dendrochronologie – auf’s Jahr genau!

von Simon Schöpf Lesedauer: ca. 5-6 min. Was haben die antiken Römer, Vulkanausbrüche, Dachstühle und das Klima gemeinsam? Sie sind alle Aspekte des Forschungsgebiets von Kurt Nicolussi, einem der wenigen Dendrochronologen in Tirol. Dendrochronologie ist die wissenschaftliche Methode der Jahrringanalyse von Bäumen. Nicolussi und sein Team am Institut für Geographie an der Uni Innsbruck untersuchen dabei die Abfolge der Jahrringe in heimischen Baumarten, wie z.B. Fichte, Tanne, Lärche oder Zirbe und können damit einiges herausfinden. Sie ist die präziseste naturwissenschaftliche Datierungsmethode, mit der Bäume auf ein Kalenderjahr genau datiert werden können. Der Untersuchungszeitraum deckt dabei im Alpenraum die letzten gut 11.000 Jahre ab! Und wie funktioniert das genau? ...
Kleine Ameisen ganz groß
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Kleine Ameisen ganz groß

von Vanessa Holer Lesedauer: 5 - 6 min. Wer kennt sie nicht: Egal, ob auf Ameisenstraßen in der Stadt oder im Wald – immer wieder treffen wir im Alltag auf die kleinen Krabbler. Dabei sind Ameisen nicht nur für den Boden extrem wichtig, sie sorgen auch für die Bestäubung von einer Vielzahl an Arten. Patrick Krapf vom Institut für Ökologie der Universität Innsbruck beschäftigt sich derzeit in drei Projekten mit Ameisen. Der Fokus der Grundlagenforschung liegt auf dem Verhalten und der sozialen Struktur einer heimischen, alpinen Ameise. Doch warum gerade Ameisen? Bereits im 19. Jahrhundert hat man Ameisen betrunken gemacht „Ameisen und anderen sozialen Insekten, wie Bienen, wurde eine Zuckerlösung, die mit Alkohol versetzt war, gegeben. Anschließend wurde beobachte, wie sie reagie...
EntLARVT: Ökologische Vielfresser
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EntLARVT: Ökologische Vielfresser

von Sarah Huemer Lesedauer: 3 - 4 min. Fliegen sind lästig und können nichts außer nervtötend surren. Nicht ganz. Manche Fliegen sind anders – wie zum Beispiel die Schwarze Soldatenfliege. Doch was genau macht diese Fliege so einzigartig, dass ihr ein ganzes Forschungsgebiet gewidmet wird?  Unterschätzte Lebewesen Thomas Klammsteiner und Carina Desiree Heussler gehen dem vielfältigen Potenzial der Schwarzen Soldatenfliege an den Instituten für Mikrobiologie und Ökologie an der Uni Innsbruck nach. Besonders aus ökologischer Perspektive lohnt es sich, die Schwarze Soldatenfliege und ihre Larven etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn der Nachwuchs ernährt sich hauptsächlich von verdorbenem organischen Material, darunter auch: unser Bioabfall. Die Weibchen legen ihre Eier...